Die Einführung einer neuen Plattform gilt vielen als Risiko, das Monate oder Jahre bindet und am Ende doch nicht wie geplant funktioniert. Ob das eintritt, hängt vor allem von einer Entscheidung ab: alles auf einmal einführen, oder Schritt für Schritt.
Woran IT-Projekte häufig scheitern
Die Sorge vor einem aufwändigen Softwareprojekt ist nicht unbegründet. Laut dem CHAOS Report der Standish Group sind 66 Prozent aller Technologieprojekte Teil- oder Totalausfälle. Eine Analyse von Flyvbjerg und Budzier zeigt, dass betroffene Projekte ihr Budget im Schnitt um 27 Prozent überziehen, jedes sechste Projekt sogar um 200 Prozent, verbunden mit 70 Prozent längeren Laufzeiten als geplant.
Ein wesentlicher Risikofaktor dabei ist die Einführungsstrategie selbst. Bei einer vollständigen Einführung zu einem einzigen, fest geplanten Zeitpunkt, dem sogenannten Big Bang, lässt sich das Verhalten der neuen Software unter echter Last vorher kaum zuverlässig abschätzen. Fehler zeigen sich oft erst im laufenden Betrieb, wenn ein Rollback bereits aufwändig geworden ist. Dieses Muster zeigt sich branchenübergreifend, in der IT-Abteilung eines Automobilherstellers genauso wie im Fachbereich eines Netzbetreibers.
Der Unterschied liegt in der Reihenfolge
Die Alternative zum Big Bang ist eine iterative Einführung: Statt der gesamten Systemlandschaft auf einmal wird zunächst ein einzelner, klar begrenzter Anwendungsfall eingeführt und im laufenden Betrieb geprüft. Fehler oder Fehleinschätzungen betreffen dann einen überschaubaren Bereich, nicht das gesamte Unternehmen gleichzeitig, und lassen sich entsprechend korrigieren, bevor der nächste Schritt folgt.
Der Aufwand einer Einführung entscheidet sich damit weniger an der Frage "Wie umfassend ist unsere Systemlandschaft insgesamt?" als an der Frage "Wie groß ist der erste Schritt, den wir tatsächlich gehen müssen?"
Wie das bei epilot konkret aussieht
Weil dieses Risiko nicht auf den Energiesektor beschränkt ist, sondern branchenübergreifend auftritt, setzt epilot bei der Einführung nicht auf ein starres Schema, sondern auf eine gemeinsam mit dem Kunden abgestimmte Reihenfolge. Welcher Anwendungsfall zuerst eingeführt wird und wie schnell weitere folgen, wird im Beratungsgespräch entschieden, nicht von epilot vorgegeben.
Der Einstieg erfolgt mit einem einzelnen Anwendungsfall, der aktuell am dringendsten gebraucht wird, zum Beispiel dem Netzanschlussprozess, und das nicht nur in Teilen, sondern vollständig: Ein passender Blueprint deckt den Großteil eines solchen Prozesses bereits ab und lässt sich in kurzer Zeit bereits produktiv nutzen. Bestehende Systeme wie ERP oder GIS müssen dafür nicht abgeschaltet werden, epilot lässt sich mit oder ohne deren Anbindung nutzen.
Von diesem ersten Anwendungsfall aus wächst die Plattform Schritt für Schritt weiter. Einspeisemanagement, Kundenservice, Vertrieb oder weitere Bereiche kommen jeweils hinzu, sobald sie gebraucht werden, statt von Anfang an Teil eines einzigen großen Projekts zu sein. Statt vieler einzelner Systeme für Vertrieb, Service und Kundenbeziehungen läuft dabei alles auf einer einzigen, für die Energiebranche gebauten Plattform zusammen. Das macht epilot zu einem einzigartigen energy XRM, alles miteinander verknüpft statt in einem Flickenteppich aus Einzelsystemen. Ob dieser Weg in einem Rutsch oder über einen längeren Zeitraum gegangen wird, entscheidet jedes Unternehmen für sich.
Der praktische Effekt zeigt sich schon beim ersten Schritt: Bei entsprechender Vorbereitung steht eine komplette Netzplattform innerhalb von rund zwei Monaten bereit, nicht erst nach Jahren.
Wie dieser Einstieg für euren Fachbereich konkret aussehen könnte, zeigen wir dir gerne in einem kurzen Gespräch.
.png)

.png)
.png)
.png)
